Kornel-Kirschen

Auf den Spuren alter Wildbeeren-Sorten

Schon in italienischen, österreichischen und schweizerischen Pfahlbauten der Jungsteinzeit und Bronzezeit hat man Kerne der Kornelkirschen gefunden. Offenbar waren sie ein wichtiger Teil der damaligen Nahrung. Auch in der Medizin des 18. Jahrhunderts wurden sie sehr geschätzt. Zedlers Universal-Lexikon von 1733 widmet ihrer Heilwirkung eine lange Spalte. Unter anderem kühlen danach die „Cornell-Kirschen“, sie „ziehen etwas zusammen und stopfen“, wirken gegen die „rothe Ruhr“ und gegen „Blut-speyen“, geben bei „hitzigen Kranckheiten“ kühlende Labung!

Man findet die Kornelkirschen aber auch an Waldrändern. Frisch ab Baum schmecken die reifen dunkelroten Früchte des Kornelkirschbaumes wie eine aromatische, herb-süss-säuerliche Mischung aus Johannisbeeren, Kirschen und Himbeeren und lassen sich zu einem herrlichen Kompott, zu Kuchen und Konfitüren wie auch zu Schnaps und zu Likören verarbeiten. Kornelkirschen muss man im fast überreifen, das heisst dunkel- bis schwarzroten Zustand ernten. Sie sind dann süsser, weicher und lassen sich besser pflücken. Auch die Steine lösen sich so besser vom Fruchtfleisch. Die Früchte reifen im August/September nach und nach.

Heute sind Kornelkirschen vor allem in Österreich (Dirndl) und in ländlichen Gebieten der Deutschschweiz (Dirrli) bekannt. Da die Frucht über einen hohen Anteil an Gerbstoffen verfügt, wird daraus vor allem ein feiner Schnaps oder Konfitüre hergestellt.

Durch die Ernte im vollreifen Zustand sind die Früchte sehr empfindlich und schlecht haltbar. Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden, Kornelkirschen als reines Fruchtmark tiefgekühlt anzubieten. So lässt es sich das ganze Jahr hindurch verwenden.

Ihr Interesse entscheidet darüber, ob wir dieses ganz spezielle Mark weiter verfolgen wollen oder nicht. Auf Ihre Rückmeldung sind wir deshalb sehr gespannt.

Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2015 von Tiziano Marinello.

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